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Gräber als Naturoase gestalten

Gräber als Naturoase gestalten

Kreisverband Lauterbach zur Förderung des Obstbaues,

der Garten- und Landschaftspflege e.V.

Auch die Friedhofsgestaltung ist im Wandel. In unseren Gemeinden entstehen immer mehr Baumfriedhöfe oder Friedhofsanlagen mit ökologischem Gestaltungs- und Pflegekonzept. Inmitten verdichteter Siedlungsräume sind Friedhöfe nicht nur Orte der Ruhe und Besinnung für uns Menschen. Ökologisch gepflegte und bepflanzte Gräber und Friedhöfe sind viel mehr als blühende Gedenkstätten. Jedes ökologisch bepflanzte Grab bildet eine eigene, kleine grüne Oase für Wildbienen, Schmetterlinge und zahlreiche weitere Tierarten. Eine naturnahe Friedhofs- und Grabgestaltung sowie deren ökologische Pflege schafft würdige Orte des Gedenkens und zugleich Raum für wohltuende Natur. „Verzichten Sie allen tierischen Mitlebewesen zuliebe auf den Einsatz von chemisch-synthetischem Dünger sowie chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln und wählen Sie für die Bepflanzung insektenfreundliche, am besten heimische Stauden. Achten Sie beim Kauf von Erden auf Produkte mit der Aufschrift ‚torffrei‘, denn der Erhalt von Mooren ist wesentlicher Beitrag zum Klimaschutz“, so Katja Batakovic, fachliche Leiterin der Bewegung NATUR im GARTEN. Ökologische Grabgestaltung Die individuelle Grabgestaltung bringt in besonderer Weise die Verbundenheit der Angehörigen zum Ausdruck. Gern setzt man Pflanzen mit besonderer Symbolik wie Christrose, Duft-Veilchen oder „Himmelsschlüsselchen“. Bewährte Dauerbepflanzungen sind eine Kombination aus Kleingehölzen wie schwachwüchsiger Eibe, Berberitze, Bartblume oder ungefüllter Bodendeckerrose mit mehrjährigen, niedrigwüchsigen Stauden und Bodendeckern sowie Frühjahrsblühern. Mulchen mit Flachs- oder Hanfschäben, Hackschnitzel oder Splitt/Kies halten den Pflegeaufwand und Wasserbedarf gering. An sonnigen Standorten eignen sich Duftkräuter wie Steinquendel, Kaskaden-Thymian, Weißer Feldthymian, Felsen-Ysop, Zwerglavendel und Kriechendes Berg-Bohnenkraut sowie blütenreiche, niedrigwachsende Glockenblumenarten, Polster-Phlox, Zwerg-Woll-Ziest, Polster-Ehrenpreis und dankbare Alleskönner wie Sedum und Hauswurz in zahlreichen Variationen. Ideal für den halbschattigen bis schattigen Bereich sind Funkie, Schneerose, Garten-Teppich-Primel, Moos-Steinbrech, Lungenkraut, Günsel, Vergissmeinnicht, Duft-Veilchen, Frauenmantel, Zwerg-Geißbart und Bergenien geeignet, schön in Kombination mit niedrigen Farnen und Ziergräsern. Elemente aus heimischem Holz oder regionalem Gestein und Grabschmuck aus Naturmaterialien bieten individuelle Möglichkeiten der dekorativen Gestaltung.

Wenn zum Thema vorhanden, können Sie sich über den Button eine Info-Broschüre herunterladen.

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