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Tomaten nicht zu früh vorziehen

Tomaten nicht zu früh vorziehen

Kreisverband Lauterbach zur Förderung des Obstbaues,

der Garten- und Landschaftspflege e.V.

Bei den aktuell milden Temperaturen juckt es schon im grünen Daumen und die Vorfreude auf das Gartenjahr wächst. Wer selbst Tomaten für den Freilandanbau vorziehen möchte, kann ab Ende März damit beginnen. Speziell bei wärmebedürftigen Gemüsearten führt eine verfrühte Voranzucht unter noch suboptimalen Bedingungen zu kümmerlichen, dünnen, langen und gelblichen Pflänzchen. Die Zeit bis zum Start der Aussaat kann dafür genutzt werden, um von der torffreien Anzuchterde bis hin zum Samen alles bereit zu haben. So kommt das Saatgut von Deutschlands Lieblingsgemüse dann zur rechten Zeit in die Anzuchttöpfchen. Mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von fast 30 Kilogramm Tomaten im Jahr 2022/23 und 2,5 Millionen Tonnen insgesamt* wird hierzulande übrigens kein anderes Gemüse lieber verzehrt. Tipp: Anzuchterde ist nährstoffarm, damit die Keimlinge angeregt werden, viele Wurzeln auszubilden und sich kräftig zu entwickeln. Greifen Sie beim Kauf von Erden ausschließlich zu torffreien Produkten. Anzuchterde kann alternativ auch aus reifem Kompost, Quarzsand und Gartenerde selbst gemischt werden. Tomaten vorziehen, ab Ende März geht’s los: Das Vorziehen eigener Jungpflanzen bietet viele Vorteile im Naturgarten. Die Sortenauswahl ist meist viel größer als bei gekauften Jungpflanzen, selbstgeerntetes Saatgut aus samenfesten Sorten kann in der nächsten Saison wieder angebaut und die gewünschte Pflanzzeit kann bereits beim Aussäen berücksichtigt werden. Für den Freilandanbau im Garten oder auf dem Balkon sollte mit der Voranzucht von Tomaten bis Ende März gewartet werden. Die Aussaat - so gelingt es: Die Samenkörner werden in nährstoffarme Anzuchterde gelegt und leicht mit Erde bedeckt. Beim Anbau verschiedener Sorten ist eine Beschriftung wichtig. Um die Keimung zu begünstigen, sollte das Substrat gleichmäßig feucht gehalten, ein heller Standort gewählt werden und die Temperatur bei ungefähr 20 bis 24 °C liegen. Zusätzlich fördert eine transparente Abdeckung ein feucht warmes Mikroklima. Das tägliche Lüften verhindert Schimmelbildung. Nach der Keimung tut es den Pflänzchen gut, in einen kühleren, aber hellen Raum bei etwa 18 bis 20 °C gestellt zu werden, damit sich schöne, kompakte Jungpflanzen entwickeln. Ab in den Garten: Haben die Pflänzchen Blätterpaare ausgebildet und sind ein Stückchen gewachsen, können sie pikiert, d.h. einzeln in größere Töpfchen mit normaler Erde gesetzt werden. Ab Mitte Mai – nach den Eisheiligen – können die Tomatenpflanzen dann ins Freiland, in ein Tomatenhaus oder in große Kübel gepflanzt werden. Ein Klassiker als Pflanzpartner und in der Küche ist duftendes Basilikum. Checkliste für die Aussaat Wir benötigen: - Tomatensamen - Anzuchtgefäße oder Aussaatplatten (plastikfrei) - Anzuchterde (nährstoffarm) - Transparente Abdeckung oder Mini-Gewächshaus - Pikierstab (zum Vereinzeln der Jungpflanzen)

Wenn zum Thema vorhanden, können Sie sich über den Button eine Info-Broschüre herunterladen.

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