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Blumenrasen – Blüten & Schmetterlinge willkommen

Blumenrasen – Blüten & Schmetterlinge willkommen

Kreisverband Lauterbach zur Förderung des Obstbaues,

der Garten- und Landschaftspflege e.V.

Mit den steigenden Temperaturen kommt der Frühling spürbar näher. Die ersten Blüten gehen auf und die Zitronenfalter begegnen uns bereits an milden, sonnigen Tagen. Sie sind nach der Überwinterung auf der Suche nachüberlebenswichtiger Nahrung. Ein klassischer „Englischer Rasen“ gleicht für hungrige Insekten jedoch einer Wüste. Ein Blumen-, oder Kräuterrasen bietet hingegen viele Blütentankstellen, die die Tiere gerade im Frühling dringend brauchen. Auch im Hinblick auf den Klimawandel ist der Blumenrasen dem Zierrasen überlegen. Er verträgt sommerliche Trockenheit besser und muss nicht so intensiv gewässert und gedüngt werden, da Wildpflanzen tiefer wurzeln als die typischen Rasengräser. Das spart Kosten und Zeit und ist pflegeleicht, umweltfreundlich und ökologisch wertvoll. Frühling und Herbst sind die ideale Zeit, um sich der Pflege und Sanierung des Rasens zu widmen – und dabei bitte an Zitronenfalter & Co denken... Tipp: Kräuterrasenflächen sind keine hochwüchsigen Naturwiesen. Sie können durchihren niedrigwachsenden, trittfesten Gräser-Kräuterbestand betreten werden. Das zeitige Frühjahr eignet sich gut zur Anlage eines bunten Saums mit Naturwiesencharakter, z.B. entlang von Laubhecken. Blumen- bzw. Kräuterrasen – Insektentankstellen säen Blumen- und Kräuterrasenflächen können sich ganz einfach aus normalem Gebrauchsrasen entwickeln, indem keine Beikrautbekämpfung durchgeführt und seltener oder gar nicht mehr gedüngt wird. Möchten Sie das Aufkommen von blühenden Wildpflanzen zusätzlich fördern, dann entfernen Sie das Mähgut stets von der Fläche. Auf diese Weise werden mit dem Pflanzenmaterial Nährstoffe entfernt, wodurch der Boden abgemagert wird. Das kommt Kräutern wie Hornklee, Kriechendem Günsel, Gundelrebe und vielen anderen Pflanzen entgegen, die mitweniger Nährstoffen auskommen. Damit die Blüten gut zur Geltung kommen, sollte nach Bedarf nur so hoch gemäht werden, wie eine Hand breit ist. Im gut sortierten Fachhandel gibt es bereits Blumen bzw.Kräuterrasenmischungen, die analog einem Gebrauchsrasen auf einer vorbereiteten, unbewachsenen Erdfläche ausgesät oder zum Ausbessern kahler Stellen genutzt werden können. Ein guter Zeitpunkt hierfür ist der März, weil der Boden für die Keimung genug Feuchtigkeit enthält. Saatgutmischungen für Blumen- bzw. Kräuterrasen können im Handel als Alternative zu herkömmlichem Rasensaatgutbezogen werden. Eine kleine Blumeninsel anlegen Wer nicht gleich den gesamten Rasen zur Blumenwiese verwandeln möchte, kann für mehr Farbe und Artenvielfalt mit kleinen Blumeninseln beginnen. Auch dort finden zahlreiche Insekten ebenso wie Vögel und Igel Nahrung.- Eine runde oder ovale Fläche im Rasen abmessen und mit dem Spatenabstechen- Die alte Grasnarbe entfernen- Harken und den Boden glätten- Dabei der Erde etwas Sand beimischen (für einen mageren Boden)- Saatgut (z.B. Wildblumenmischung) ausbringen und fest andrücken- Die Fläche in den ersten zwei bis sechs Wochen gut feucht halten- Die Blumeninsel nur zweimal im Jahr mähen (im Juli bzw. Oktober)

Wenn zum Thema vorhanden, können Sie sich über den Button eine Info-Broschüre herunterladen.

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