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Jungbäume gegen Wildverbiss schützen

Jungbäume gegen Wildverbiss schützen

Kreisverband Lauterbach zur Förderung des Obstbaues,

der Garten- und Landschaftspflege e.V.

Der Anblick von Rehen ist in der Winterzeit, wenn in der Natur viel weniger Tiere zu beobachten sind, besonders erfreulich. Rehe wirken anmutig, grazil und scheinen stets bereit mit langen Sprüngen durch den Schnee zu flüchten. In Gärten am Siedlungsrand, wo sich übers Jahr auch viele andere Wildtiere wie Fuchs und Hase „Gute Nacht“ sagen, kann der Besuch von Rehen jedoch unerwünscht sein. Frisch gepflanzte Jungbäume, vor allem Obstbäume, die noch reichlich Früchte tragen sollen, werden im Winter gerne angeknabbert. Je nach Ausmaß kann das zu einer beträchtlichen Schädigung des Baumes führen. Der Schutz von Jungbäumen ist in Gärten mit Wildbesuch deshalb besonders wichtig. „Rehe sind sprungkräftige Tiere. Zäune bis 1,5 Meter und mehr stellen für sie kein Hindernis dar. Je nach Gegebenheit kann eine Umzäunung des gesamten Gartens sehr aufwändig sein. Der Einzelschutz von Jungbäumen in den ersten Jahren nach der Pflanzung, bietet Abhilfe gegen Wildverbiss“, so Katja Batakovic, fachliche Leiterin der Bewegung „Natur im Garten“. Schutz vor Wildverbiss Verletzungen der Rinde sind mögliche Eintrittspforten für Krankheitserreger, die die Baumgesundheit stark beeinträchtigen können. Insbesondere bei Jungbäumen ist der Stammschutz in den ersten Jahren für ein gesundes, langes Baumleben wichtig. Der Stamm kann mit einer Schilfmatte geschützt werden. Diese sollte locker um den Stamm angebracht werden und bis knapp unter den Kronenansatz reichen. Die Matte bietet nicht nur guten Schutz gegen Wildverbiss, sondern auch gegen Schäden aufgrund von Frostrissen oder durch intensive Sonneneinstrahlung. Auch ein heller Stammanstrich (aus Kalk und Lehm), welchem ergänzend Sand und Blutmehl zur Wildabschreckung zugesetzt werden kann, schützt die Rinde junger Bäume vor hungrigen Mäulern. Ebenso wie die Schilfmatte beugt auch der Baumanstrich Frostrissen vor. Die weiße Farbe reflektiert das Sonnenlicht. So wärmt sich der Stamm nicht einseitig in der Wintersonne auf und die Bildung von Spannungsrissen wird verhindert. Junge Knospen und frische Triebe von Gehölzen werden von Rehen und Feldhasen ebenfalls gerne abgefressen. Bis die Pflanzen so hochgewachsen sind, dass die Tiere nicht mehr an die sensiblen Pflanzenteile herankommen, können Wildverbiss- und Vergrämungsmittel (Repellents) eingesetzt werden. Diese, für bestimmte Wildtiere unangenehm riechenden Mittel, werden in der Regel auf die gefährdeten Pflanzenteile gespritzt.

Wenn zum Thema vorhanden, können Sie sich über den Button eine Info-Broschüre herunterladen.

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