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Pfirsichkräuselkrankheit – Rechtzeitig vorbeugen

Pfirsichkräuselkrankheit – Rechtzeitig vorbeugen

Kreisverband Lauterbach zur Förderung des Obstbaues,

der Garten- und Landschaftspflege e.V.

Gesunde Obstbäume bringen gute Erträge. Nicht immer bleiben Bäume von Pflanzenkrankheiten verschont. Bei Pfirsichbäumen ist u.a. die Kräuselkrankheit häufig in unseren Gärten anzutreffen. Noch ruht die Natur, doch um diese Pilzerkrankung in den Griff zu bekommen, ist eine rechtzeitige Behandlung besonders wichtig. Das kann in einem warmen Winter bereits im Januar notwendig sein. Zeigten Pfirsichbäume im vergangenen Jahr unverwechselbare Symptome, so sollten Sie an geeignete Maßnahmen zur Vorbeugung der Pfirsichkräuselkrankheit denken. Der Krankheitserreger ist ein Pilz: Die Pfirsichkräuselkrankheit wird durch den Pilz Taphrina deformans verursacht. Dieser überdauert im Winter an Zweigen und Knospenschuppen der Wirtspflanze. Die Infektion der jungen Blätter erfolgt bereits beim Aufbrechen der Knospen im zeitigen Frühjahr bei Niederschlag und Temperaturen über 10 °C. Die Symptome zeigen sich erst nach dem Blattaustrieb. Rechtzeitige vorbeugende ökologische Maßnahmen sind daher wichtig. Symptome der Pfirsichkräuselkrankheit: Die Symptome der Kräuselkrankheit sind unverwechselbar. Die frisch austreibenden Blätter von befallenen Pfirsich-, Nektarinen- oder Mandel- sowie seltener auch Aprikosenbäumen kräuseln sich und bilden im weiteren Verlauf bauchige, oft gelb bis rötlich gefärbte Blasen. Sind die Blätter stark befallen, vertrocknen sie und fallen häufig schon im Frühsommer ab. Junge Triebe erkrankter Bäume sind meist deformiert. Regeneriert sich die Pflanze im Laufe der Saison, so blüht und fruchtet sie in der Regel kaum und ist geschwächt. Die Früchte bleiben bei starkem Befall klein, sind runzelig, manchmal verfärbt und verformt und fallen frühzeitig ab. Bleibt ein starker Befall über Jahre unbehandelt, kann es zum Absterben des Baumes kommen. Pfirsichkräuselkrankheit vorbeugen - der Zeitpunkt ist wichtig Das Knospenschwellen kann je nach Region und Witterung in warmen Wintern bereits im Januar oder aber erst im Februar, wenn die Temperaturen einige Tage über 10 °C liegen, einsetzen. Zu diesem Zeitpunkt, also noch vor dem Knospenaufbruch bzw. Blattaustrieb, sollte mit der Behandlung begonnen werden. Eine Spritzung kann mit geeigneten, ökologischen Präparaten und Pflanzenstärkungsmitteln wie zum Beispiel Ackerschachtelhalmpräparaten erfolgen. Präparate mit den Grundstoffen Lezithin und Weidenrinde sind ebenfalls für den Gebrauch im Hausgarten möglich und im Handel erhältlich. Eine rechtzeitige Spritzung ist also die wichtigste Gegenmaßnahme und sollte, je nach Präparat und Empfehlung, teilweise bis zur Blüte wiederholt werden. Außerdem ist es wichtig, noch aus dem Vorjahr vorhandene verformte Triebe und Fruchtmumien zu entfernen. Ist die Infektion im Frühjahr bereits geschehen, ist eine Behandlung im selben Jahr wirkungslos. Befallene Triebspitzen und Blätter sollten trotzdem so rasch wie möglich entfernt werden, um eine Vermehrung und Verbreitung der sich entwickelnden Pilzsporen einzudämmen. Sorten, Standortwahl und Pflege Wenn Sie im Frühling einen Jungbaum pflanzen möchten, dann wählen Sie bevorzugt weißfleischige oder rotfleischige Sorten wie z.B. ‘Amsden‘, ‘Benedicte‘, ‘Fruteria‘, ‘Kernechter vom Vorgebirge‘, ‘Rekord von Alfter‘, ‘Revita‘ oder ‘Weinbergpfirsich‘. Diese Sorten sind zwar nicht resistent gegen die Kräuselkrankheit, jedoch weniger anfällig. Fragen Sie in der Baumschule nach robusten Sorten. Der Obstbaumkauf in einer regionalen Baumschule ist empfehlenswert, da die Bäume von Beginn an unter den hiesigen Bedingungen herangewachsen und deshalb gut angepasst sind. Wählen Sie bei der Pflanzung einen sonnigen, geschützten Standort in geeigneter Lage. Ein korrekter Schnitt, am besten direkt nach der Ernte, sorgt zudem für einen luftigen Aufbau der Baumkrone. Fazit Im Hausgarten sind gesunde Pfirsichbäume mit leckeren Früchten durchaus möglich: - durch die Wahl robuster Sorten, - geeigneter Standorte und - frühzeitiger Vorbeugung der Pilzkrankheit.

Wenn zum Thema vorhanden, können Sie sich über den Button eine Info-Broschüre herunterladen.

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